Eltern fit für Erziehungsaufgaben
Feiern den Abschluss: (v.l.) Heidrun Hamjediers (Stadt Westerstede), Birte Engelberts (Nifbe), Bürgermeister Huber, Andrea Caby (Hochschule Emden/Leer), Christine Jurr (M.U.T.), Elisabeth Spradau (EEB), Ralf Talleur und Ulrich Pfaffinger (M.U.T.), Maike Terveer (Kiga Gießelhorst), Gerlinde Sagcob (M.U.T.) und Margrit zur Brügge (Kita Apen). BILD: Erhard Drobinskit
Viel Lob gab es bei der Präsentation der Ergebnisse. Das Projekt Elternschule Ammerland habe Vorbildcharakter, hieß es.
von Erhard Drobinski
Apen – Neunzehn Erzieherinnen aus den Kindertagesstätten Apen und Gießelhorst dürfen sich jetzt zusätzlich „individualpädagogische Beraterin“ nennen. Das entsprechende Zertifikat wurde ihnen am Wochenende in der Evangelischen Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ Apen überreicht. Die zusätzliche Ausbildung fand im Rahmen des Projektes „ELSA“ (Elternschule Ammerland) statt.
Die Fortbildung, die von den Teilnehmern in ihrer Freizeit wahrgenommen wurde, dauerte insgesamt gut zwei Jahre und wurde vom M.U.T.-Institut Oldenburg begleitet. Ralf Talleur und Ulrich Pfaffinger waren für die Vermittlung der entsprechenden Inhalte verantwortlich, um die teilnehmenden Erzieherinnen zu befähigen, professionelle Beratungen in der „Erziehungswerkstatt“ anzubieten.
Projekt auf drei Säulen
Das Projekt „Elternschule Ammerland“ steht auf drei Säulen. Mit dem Abschluss dieser Qualifizierung und der Aushändigung der Zertifikate wurde, so Ralf Talleur, „die erste Säule des „ELSA“-Projektes abgearbeitet“. Diese beschreibt die Ausbildung/Qualifizierung der Erzieher. Die beiden weiteren Säulen stehen zum einen für Angebote der Elternschule/Erziehungswerkstatt und zum anderen für gesellschaftliche Mitverantwortung. Mit dem „ELSA“-Projekt soll professionelle Elternarbeit in den Kindertagesstätten etabliert werden. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) und wird von der Hochschule Emden/Leer wissenschaftlich begleitet. Träger des Projekts ist die Evangelische Erwachsenenbildung.
Birte Engelberts vom „Nifbe“ lobte die Leistungen der Erzieherinnen, die noch am Sonnabendmorgen ihre Abschlussprüfungen absolvierten. „Geduld haben ist die große Prämisse in der Erziehung. Das haben die Prüflinge bewiesen.“ Mit dem Projekt wurde den pädagogischen Fachkräften ein Forum geschaffen, um pädagogische Ideen umsetzen zu können.
Vorbildcharakter
Professor Dr. Andrea Caby von der Hochschule Emden/Leer war voll des Lobes. „Was hier geschaffen wurde, ist einzigartig. Wir müssen schauen, ob andere Einrichtungen es übernehmen können.“
Dem Lob schloss sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Apen, Matthias Huber, an. Er stellte fest, „dass wir in dieser Einrichtung nur hoch qualifiziertes Personal haben.“
Elternberatung
Mit der individualpädagogischen Elternberatung wurden Möglichkeiten geschaffen, Eltern durch die „offene Erziehungswerkstatt“ und Elterntraining fortzubilden, wie Elisabeth Spradau, frühere Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung, betonte. Regelmäßige Themenabende und Eltern-Kind-Angebote werden zusätzlich zur Stärkung der Elternkompetenz angeboten, getreu dem Motto „Starke Eltern – starke Kinder“.
Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 08.05.2012
Modellprojekt ELSA: Familien stärken für die Zukunft
Startschuss für Modellprojekt „Elternschule Ammerland“ in Kindergärten
Vertreter der beteiligten Organisationen gaben den Startschuss für das Modellprojekt „Elsa“.
Es werden Vorträge und Beratungsgespräche angeboten. Auch eine „Erziehungswerkstatt“ wird noch ins Leben gerufen.
Eltern in schwierigen Erziehungsfragen zur Seite zu stehen und sie in ihrer Kompetenz zu stärken: Das sind die erklärten Ziele eines neuen Angebots im Ammerland. Im Evangelischen Kindergarten „Unterm Regenbogen“ in Apen wurde jetzt das Modellprojekt vorgestellt. Bei dieser „Elternschule Ammerland“ (ELSA) handelt es sich um ein breites Netzwerk von vielen Beteiligten. Ausgehend von den beiden Kindergärten in Apen und Gießelhorst sind das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) und das M.U.T. Institut eingebunden. Träger ist die Evangelische Erwachsenenbildung Ammerland. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Fachhochschule Emden/Leer.



